Trotz erneut geschwächtem Kader setzen sich die Weißenburger beim SV Schwaig III klar mit 3:0 durch und festigen ihre obere Mittelfeldposition in der Tabelle: Die Bayernligavolleyballer unseres TSV 1860 bleiben weiter auf Kurs in Richtung Klassenerhalt. Beim Auswärtsspiel am Samstagmittag in Schwaig zeigte die Mannschaft von Trainer Florian Krach ein deutlich stabileres Gesicht als noch zuletzt gegen den VfL Volkach und gewann beim SV Schwaig III verdient mit 3:0 (25:20, 25:15, 25:22). Dabei war die Ausgangslage erneut alles andere als optimal.
Personell mussten die Weißenburger wieder improvisieren: Franz Miedel nahm aufgrund von Knieproblemen zunächst auf der Bank Platz, Björn Dehler fehlte krankheitsbedingt komplett, Max Pflaum ging angeschlagen mit leichten Schulterproblemen ins Spiel und Paiwand Alkareem konnte aus persönlichen Gründen erst verspätet zur Mannschaft stoßen. Unterstützung kam zudem aus der zweiten Herrenmannschaft durch Fabian Promm und Szymon Gumulak.
Davon ließ sich der TSV jedoch nicht beeindrucken. In der Startformation mit Thomas Schiele und Yannick Hemmeter auf Mitte, Fabian Eberle und Philipp Häußler auf Außen, Michael Dalinger im Zuspiel, Max Pflaum diagonal sowie Libero Kim Sauer entwickelte sich zunächst ein ausgeglichener erster Satz. Schwaig setzte die Gäste mit druckvollen Aufschlägen unter Druck, doch Weißenburg hielt dagegen. Gegen Satzende übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle: variable Zuspiele und einige clevere Stellertricks brachten die Entscheidung. Schwaig fand darauf keine klare Antwort – 25:20 für den TSV.
Auch im zweiten Durchgang begegneten sich beide Teams zunächst auf Augenhöhe, ehe Fabian Eberle mit einer beeindruckenden Aufschlagserie den Grundstein für eine deutliche Führung legte. Sieben Punkte in Folge sorgten für ein komfortables Polster. Weißenburg agierte nun äußerst konsequent: Der Block stand sicher, Schwaig fand kaum Wege zu direkten Angriffspunkten und produzierte zunehmend Eigenfehler. Trotz Auszeiten und personeller Umstellungen blieb der Gastgeber ohne Mittel – 25:15 und die 2:0-Satzführung für den TSV.
Im dritten Satz zeigten sich zunächst kleinere Schwächen auf Weißenburger Seite. Die Annahme war phasenweise inkonstant, im Angriff schlichen sich Fehler ein. Dennoch behielt der TSV die Kontrolle: Zuspieler Michael Dalinger leitete das Spiel mit cleverer Ballverteilung und überraschenden Finten, sodass sich Weißenburg – auch begünstigt durch weitere Eigenfehler der Schwaiger – eine scheinbar komfortable 22:13-Führung erspielte. Dann jedoch folgte ein kurzer Bruch im Spiel. Die Weißenburger wähnten den Satz bereits gewonnen, Schwaig nutzte die Nachlässigkeiten konsequent aus und startete eine beeindruckende Aufholjagd bis zum 23:22. Mit etwas Glück, aber auch der nötigen Ruhe in der entscheidenden Phase, holte sich Weißenburg den Satzball und verwandelte diesen direkt zum 25:22 – der 3:0-Auswärtssieg war perfekt.
„Gerade nach dieser Phase im dritten Satz zeigt sich, wie wichtig Konzentration bis zum letzten Punkt ist“, bilanzierte Trainer Florian Krach nach der Partie. „Insgesamt haben wir das Spiel aber sehr reif und geschlossen gespielt.“
Mit dem Erfolg festigen die Weißenburger ihren vierten Tabellenplatz und stehen nun bei einer Bilanz von sechs Siegen und drei Niederlagen. Das kommende spielfreie Wochenende kommt zur rechten Zeit, um die angeschlagenen Spieler zu regenerieren. Weiter geht es am 31. Januar um 19 Uhr in der heimischen Seeweiherhalle gegen die SG Donau Volleys Regensburg II, aktuell Tabellendritter. Nach der 1:3-Niederlage im Hinspiel wartet erneut eine schwere Aufgabe – doch die Saisonentwicklung lässt den TSV inzwischen weiter nach oben blicken: Aus dem ursprünglichen Ziel Klassenerhalt ist längst der berechtigte Kampf um die Relegation zur Regionalliga geworden.
TSV 1860 Weißenburg: Alkareem, Dalinger, Eberle, Gumulak, Häußler, Hemmeter, Miedel, Pflaum, Promm, Sauer, Schiele, Weiler.
Trainer: Florian Krach
Co-Trainer: Thomas Großmann

