Endlich belohnt: Die Herren I haben am Wochenende eindrucksvoll gezeigt, dass sie in der Bayernliga angekommen sind. Mit einem souveränen 3:0-Erfolg gegen den SC Memmelsdorf II sichern sich die Aufsteiger nicht nur den ersten glatten Sieg der Saison, sondern auch drei immens wichtige Punkte im Kampf um den Anschluss an das Mittelfeld. Vor der Partie lagen beide Teams am Tabellenende – Memmelsdorf II auf Rang 9 mit 3 Punkten aus sechs Spielen, Weißenburg auf Platz 10 mit nur zwei Punkten aus drei Begegnungen. Ein Duell unter Druck also. Doch auf dem Feld war davon bei den Gastgebern wenig zu spüren. Von Beginn an entwickelte sich das Weißenburger Spiel zu einem eindrucksvollen Statement. Zuspieler Michael Dalinger dirigierte seine Angreifer mit kühlem Kopf und hervorragender Übersicht, setzte alle Positionen variabel in Szene und ermöglichte mehrere druckvolle Punkteserien. Als die 1860er sich dann einen komfortablen Vorsprung erspielt hatten, standen theoretisch gleich acht Satzbälle bereit – doch Weißenburg machte es gar nicht erst spannend: Der erste wurde kompromisslos verwandelt. 25:16 – ein Satz, der Mut machte.
Die Starting Six blieb in Satz 2 unverändert – und das Vertrauen zahlte sich aus. Vor allem von der Aufschlaglinie erzeugte Weißenburg enormen Druck. Memmelsdorf versuchte mit Wechseln gegenzusteuern, doch die Gäste fanden kein Mittel gegen das konsequente und selbstbewusste Side-Out-Spiel des TSV. Auch dieser Abschnitt ging klar an die Hausherren: 25:17.
Im dritten Satz präsentierte sich Weißenburg weiter dominant und erspielte sich früh einen komfortablen Vorsprung. Dieser erlaubte es dem Trainerteam, Nachwuchstalent Benno Frankl die ersten Minuten auf Bayernliga-Parkett zu schenken – ein emotionaler Moment für den jungen Spieler.
Doch als der Satz Richtung Zielgerade lief, wurde es plötzlich eng. Ein paar Eigenfehler, ein aufbäumender Gegner – und der Vorsprung schmolz dahin. Genau in dieser Phase zeigte Weißenburg jedoch die Reife, die man in dieser Liga braucht: Souverän zog der Block zu, die Fehlerquote wurde gesenkt, und am Ende stand der verdiente Satzgewinn 25:20.
MVP: Maximilian Pflaum – Der Mann für die Punkte
Zum wertvollsten Spieler der Partie wurde Diagonalangreifer Maximilian Pflaum gewählt. Mit einer beeindruckenden Konstanz im Angriff schien jeder Ballkontakt von ihm förmlich nach Punkt zu riechen. Seine Präsenz entschied etliche Rallys – und setzte dem Weißenburger Sieg das passende Ausrufezeichen.
Die nächste Herausforderung wartet bereits: Am Samstag, den 29.11., geht es auswärts gegen den TSV Röttingen. Nach dieser Leistung dürfte eines klar sein: Weißenburg ist bereit, in dieser Liga nicht nur mitzuhalten – sondern sie mitzugestalten.
