Was für ein Volleyballkrimi in der Seeweiherhalle: Unser TSV 1860 hat am Samstagabend (26. Oktober 2025) sein Heimspiel gegen den TSV Abensberg nach einem 0:2-Satzrückstand noch mit 3:2 (17:25, 20:25, 25:20, 25:23, 15:10) gewonnen und damit die ersten beiden Punkte in der Bayernliga Nord eingefahren. Personelle Sorgen zum Auftakt: Die Ausgangslage war alles andere als einfach: Mittelblocker Thomas Großmann fehlte verletzt, und Thomas Schiele war nach seiner Pause erst seit Freitag wieder im Training. Auf der Libero-Position setzte Trainer Florian Krach auf Arbeitsteilung – Maximilian Weiler übernahm die Annahme, Kim Sauer die Abwehr.
Fehlstart in den ersten beiden Sätzen: Der Auftakt verlief holprig. Schon nach wenigen Ballwechseln sah sich Weißenburg beim Stand von 1:5 zur ersten Auszeit gezwungen. Abensberg agierte druckvoll im Aufschlag, während die Weißenburger Annahme wackelte. Ein Wechsel auf der Außenposition – Yannick Hemmeter kam für Kapitän Philipp Häußler – konnte etwas Ruhe reinbringen, letztlich war der Satzverlust aber nicht mehr zu verhindern (17:25).
Auch im zweiten Durchgang fanden die Hausherren zunächst keinen Zugriff. Zwar zeigten sie mit zunehmender Spieldauer mehr Stabilität und Aufschlagdruck, besonders durch Björn Dehler, der für Schiele ins Spiel kam. Doch trotz zwischenzeitlicher Aufholjagd musste man sich erneut mit 20:25 geschlagen geben.
Wende ab Satz drei: Mit dem Rücken zur Wand präsentierte sich Weißenburg nun wie ausgewechselt. Stärkere Aufschläge, konzentrierte Blockarbeit und eine kämpferische Teamleistung sorgten erstmals für eine Führung (7:6). Der TSV 1860 ließ sich diesen Satz nicht mehr nehmen und verkürzte mit 25:20 auf 1:2.
Dramatischer Satzausgleich: Der vierte Satz war ein offener Schlagabtausch. Abensberg lag zwischenzeitlich mit 20:16 vorn, ehe Björn Dehler erneut zum Matchwinner avancierte: Mit einem Ass und zwei weiteren druckvollen Aufschlägen leitete er die Wende ein. Weißenburg drehte den Satz mit vier Punkten in Folge und glich für einige überraschend, aber durchaus verdient zum 2:2 aus (25:23).
Tiebreak und erste Bayernliga-Punkte: Mit dem sicheren Punkt im Rücken spielte Weißenburg im entscheidenden Durchgang befreit auf. Starke Aufschläge, variable Angriffe und eine regelrechte „Blockparty“ am Netz ließen die Gäste zunehmend verzweifeln, insbesondere hatte sich Philipp Häußler von seinem Fehlstart erholt und war dabei überhaupt nicht mehr zu stoppen. Trotz emotionaler und hitziger Szenen behielten die Sechzger die Nerven und machten den 3:2-Sieg mit 15:10 perfekt.
MVPs und Fazit: Zum wertvollsten Spieler auf Abensberger Seite wählte Coach Krach den Libero Michael Lummer (29). Beim TSV 1860 Weißenburg fiel die Wahl des Gegners auf Björn Dehler, der als emotionaler Leader und mit starken Aufschlägen entscheidenden Anteil am Comeback hatte.
Fazit: Nach einem verkorksten Start bewies Weißenburg große Moral und zeigte, dass der Aufsteiger auch in der Bayernliga mithalten kann. Mit dem 3:2-Erfolg sicherte sich das Team die ersten beiden Punkte der Saison und belegt derzeit Platz neun – bei allerdings zwei Spielen weniger als der Tabellenachte SC Memmelsdorf II.
Ausblick: Weiter geht’s für die Sechzger am 8. November 2025 in Regensburg. Das nächste Heimspiel steht am Sonntag, 23. November 2025, um 16 Uhr in der Seeweiherhalle gegen SC Memmelsdorf II an.
Für alle, die nicht live in der Halle dabei sein können: Alle Spiele des TSV 1860 Weißenburg werden auch auf Twitch im Livestream übertragen.
Für den TSV 1860 Weißenburg spielten: Michael Dalinger (4), Björn Dehler (6), Fabian Eberle (10), Philipp Häußler (9, Kapitän), Yannick Hemmeter (5), Thomas Schiele (8), Franz Miedel (11), Max Pflaum (12), Maximilian Weiler (2), Kim Sauer (1), Paiwand Alakareem (14);
Trainer: Florian Krach – Co-Trainerin: Sarah Brechtelsbauer.
