Rekordsieg gegen den TuS Feuchtwangen: Nach der herben Niederlage beim HBC Nürnberg hatten die Handballer des TSV 1860 Weißenburg ein Wochenende frei, was vor allem der Personalsituation sichtlich guttat. Mit Daniel Wokon und Florian Beierlein kehrten zwei Akteure zurück in den Kader, so dass immerhin zwölf Spieler auf dem Bericht vermerkt werden konnten. Beinahe wäre es dennoch eng gewesen, schließlich waren drei Spieler wenige Stunden zuvor noch beim Fußball im Einsatz. Florian Beierlein, Michael Brunnenmeier und Moritz Meyer waren somit schonmal warm gekickt, bevor es gegen die TuS Feuchtwangen ging. Die drei kickenden Handballer steuerten zusammen 18 Tore zum Heimsieg bei, so dass Übungsleiterin Sigrid Rudat Gerüchten nach schon über neue Warmmachmethoden nachdenken soll.
Das Heimspiel gegen den Aufsteiger der TuS Feuchtwangen war bereits das Rückspiel. Vor wenigen Wochen hatten die Sechziger auswärts ein glückliches Unentschieden geholt, nun sollte ein Sieg vor heimischem Publikum in der Seeweiherhalle folgen. Diese war nicht ganz gefüllt, was sicherlich am parallel stattfindenden Derby der Damen in Gunzenhausen lag.
Den unbedingten Willen, die zwei Punkte in Weißenburg zu behalten merkte man von Begin an. Mit hohem Tempo und absoluter Konsequenz wurde der Ball im gegnerischen Tor untergebracht, beinahe minütlich klingelte es im Feuchtwangener Tor. Keine sieben Minuten waren gespielt, da hatten Meyer, Sommerer und Co bereits sieben Treffer markiert. Leider zeigte sich die Weißenburger Abwehr ähnlich einladend und ließ das ein oder andere unnötige Gegentor zu. Das Tor-Stakkato hielt bis zur Halbzeitpause an, nahezu jeder TSV-Angriff wurde zum Torerfolg. Über 12:7 (13. Minute) und 18:11 (19. Minute) bauten die Sechziger ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Bis zur Halbzeit hatten die TuSler sich ein wenig gefangen und so ging es für die Sechziger „nur“ mit 25:19 in die Pause. 44 Tore in einer Halbzeit sprechen Bände. Zwar präsentierten sich vor allem die Weißenburger offensiv bestens aufgelegt, über die Abwehrreihen kann an dieser Stelle nur wenig Gutes berichtet werden.
Das Offensivspektakel ging im zweiten Durchgang auch genau so weiter, wobei die Gäste kurzzeitig am Anschluss schnupperten – 26:24 und 27:25 lauteten die Zwischenstände nach vier beziehungsweise fünf Minuten. Wenige Spielminuten später hatten die Hausherren jedoch wieder das Heft in der Hand und einen erneut beruhigenden Vorsprung herausgeworfen. Schon zur Mitte der Halbzeit war die Partie dann definitiv entschieden, die erste Zehn-Tore-Führung besorgte der 17-jährige Moritz Ortner nach 44 Minuten, 38:28 stand es nach seinem zweiten Treffer an diesem Abend – starke fünf sollten am Ende bei ihm auf der Haben-Seite stehen.
Souverän – zumindest im Angriff – spielte der TSV den Rest der Partie herunter und gewann schließlich mit 48:38 in einem rekordverdächtigen Spiel, in dem Abwehrarbeit nur eine Nebenrolle spielte, der Angriff sich jedoch endlich einmal positiv ins Gedächtnis zurückrief.
Durch den wichtigen Sieg festigten die Sechziger ihren Platz im Mittelfeld der Bezirksliga. 7:5 Punkte bedeuten den fünften Tabellenplatz, den es im nächsten Spiel am Sonntag, den 16.11. gegen Mögeldorf zu verteidigen gilt. Anwurf ist um 18:00 Uhr, gespielt wird in der Sporthalle Ellingen.
Spielverlauf: 1:0, 3:3, 7:4, 12:8, 19:11, 25:19 Halbzeit – 25:22, 30:25, 35:27, 40:30, 43:33, 48:38 Ende
Strafwürfe: TSV Weißenburg 9/9; TuS Feuchtwangen 2/2
Strafzeiten: TSV Weißenburg 8 Minuten; TuS Feuchtwangen 8 Minuten
Für den TSV 1860 Weißenburg spielten:
Jakob Weber, Alexander Symader (beide Tor); Moritz Ortner 5, Sebastian Rudat 6/1, Adrian Morgenroth, Benedikt Sommerer 7, Florian Beierlein 3, Andreas Moj, Daniel Wokon 7, Jakob Winkler 5, Moritz Meyer 12/5, und Michael Brunnenmeier 3.
