Vom Topspiel in der Vorwoche – die Sechziger hatten beim Tabellenführer SG Lauf/Heroldsberg verloren – ging es nun daheim gegen den im Tabellenkeller feststeckenden ESV Flügelrad 2. Eine vermeintlich leichtere Aufgabe, die den Tabellenzweiten vom TSV 1860 Weißenburg da vor der Brust stand. Um es vorweg zu nehmen, die Weißenburger Handballer erledigten sie mit Bravour und besiegten die Eisenbahner mit 42:23 (22:12) deutlich. Nachdem Markus Brunnenmeier bereits das Training unter der Woche übernommen hatte, Trainerin Sigrid Rudat weilt aktuell noch fern ab von Mittelfranken im Urlaub, coachte er auch am späten Sonntagabend in der Landkreishalle, die trotz des späten Anwurfs sehr gut gefüllt war.
Er erinnerte die Sechziger an ihre Stärken und setzte voll auf Tempo, das die Weißenburger Werfer auch umgehend umsetzten. Keine acht Minuten waren gespielt, da führten die Gastgeber bereits mit 7:0, 10:1 hieß es nach genau zehn Spielminuten. Wie die Zwischenergebnisse vermuten lassen, war die Chancenverwertung im Gegensatz zur Vorwoche nahezu perfekt und auch die Defensivleistung ließ keine Wünsche offen. Über unzählige gute Abwehraktionen und Ballgewinne – irgendwie war Daniel Wokon immer daran beteiligt – ging es schnell nach vorne und der Ball gelangte fast immer im Tor der Flügelräder. Benedikt Sommerer (9 Tore), trotz Erkrankung während der Woche, und Michael Brunnenmeier (6 Tore) gelangen dadurch viele Gegenstoßtreffer, doch konnten beide auch im gebundenen Spiel erfolgreich abschließen. Sebastian Rudat musste nach sieben Treffern kurz vor der Halbzeit verletzt raus und konnte im Torreigen nicht mehr mitwirken. Der Verlust des Spielmachers war bei zehn Toren Vorsprung aber nicht besorgniserregend. Schließlich bot die Bank genug Alternativen, die in der Folge auch ihrer Chancen nutzten. So kam es, dass nach dem 22:12 Halbzeitstand munter durchgewechselt werden konnte und das Durchschnittsalter immer weiter sank – zwischenzeitlich betrug es nur knapp mehr als 20 Jahre. Der Leistung tat das keinen Abbruch und alle Spieler durften sich in die Torschützenliste eintragen. In irgendeiner Form gefährdet war das Spiel nach dem starken Start zu keiner Zeit, so dass die vollbesetzte Halle zwar kein spannendes aber absolut unterhaltsames Handballspiel zu sehen bekamen. In die Jubelstürme stieg dem Vernehmen auch Sigrid Rudat im fernen Sri Lanka ein. Zwei Wochen Pause liegen nun vor den Sechzigern, bis es am 15. März nach Nürnberg zum HBC III geht. Die Spielfreude darf gerne mitgenommen werden.
Spielverlauf: 7:0, 10:1, 15:5, 19:10, 22:12 Halbzeit – 26:13, 29:14, 31:15, 37:18, 42:23 Ende
Zeitstrafen: TSV 1860 Weißenburg 6 Minuten; ESV Flügelrad II 2 Minuten
Strafwürfe: TSV 1860 Weißenburg 0; ESV Flügelrad II 2/2
Für den TSV 1860 Weißenburg spielten: Alexander Symader, Tobias Meierhuber (Tor) Sebastian Rudat 7, Michael Brunnenmeier 6, Benedikt Sommerer 9, Florian Beierlein 1, Adrian Morgenroth 1, Moritz Meyer 6, Andreas Moj 3, Markus Hellmich 1, Daniel Wokon 3, Johannes Brechtelsbauer 4 und Jakob Weber 1.
