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In einer bislang durchwachsenen Bezirksligasaison mussten die Herren unseres TSV 1860 am Sonntagabend bei der Zweiten des TSV Wendelstein antreten. Nachdem die Herren 2 ihr Spiel beim SV Rednitzhembach wenige Stunden zuvor knapp gewonnen hatten sollte es mit dem doppelten Punktgewinn auch bei der Erstvertretung der Sechziger klappen. Erstmals im Aufgebot dabei war Simon Brunnenmeier, der – soviel sei schon verraten – der Bierspende für das erste Spiel auch eine weitere Kiste für sein erstes Tor hinzufügte. Gegen die ellenlangen Werfer aus Wendelstein spielte die Mannschaft von Sigrid Rudat vornehmlich in einer offensiven 3-2-1–Abwerformation mit besagtem Simon Brunnenmeier auf der vorgezogenen Position, was gut funktionierte. Die Sechziger kamen auch gut in das Spiel und legten ein 2:4 nach drei Minuten vor, hohes Tempo wurde zu Beginn an den Tag gelegt. Die Hausherren konterten dies jedoch umgehend und gingen ihrerseits in Führung und erzielten in starken fünf Minuten sechs Tore. Zum Halbzeitende wurde es wieder ausgeglichener und die Weißenburger Handballer gingen mit einem knappen Rückstand von 15:16 in die Kabine.

Dabei hätte es gar kein Rückstand sein müssen, hätten man nur den ein oder anderen Siebenmeter verwandelt. Null Tore bei fünf Versuchen von der Linie dürfte ein Negativrekord sein.
Im zweiten Durchgang kamen die Sechziger gut aus der Kabine und dominierten die ersten zehn Minuten nach Wiederanpfiff. Dafür sorgten Paraden von Jakob Weber im Tor sowie der erste verwandelte Siebenmeter durch Sebastian Rudat. Da in der Folge wieder Schwächen in Abschluss an der Tagesordnung waren – Gegenstöße und weitere frei Einwurfmöglichkeiten wurden vergeben – steuerte die Partie auf eine spannende Schlussphase zu, in die der TSV 1860 mit einem Tor Vorsprung einbog. Beim Stand von 24:24 (54. Minute) hatte Wendelstein ausgeglichen und erwiderte jede erneute Sechziger-Führung mit dem Ausgleich. Glücklicherweise fanden die beiden Strafwürfe von Sebastian Rudat kurz vor Schluss ihr Ziel und Florian Beierlein erzielte in der letzten Spielminute den vermeintlich beruhigenden Treffer zum 26:28. Doch Wendelstein konterte erneut und verkürzte auf 27:28, dreißig Sekunden noch zu spielen. Mit einem spektakulären Kempatrick auf Benedikt Sommerer sollte – passives Spiel war bereits angezeigt – der finale Stoß gesetzt werden, doch der Wurf ging an die Latte und Wendelstein hatte einen letzten Angriff, den Jakob Weber parierte, den Ball jedoch zu einem freien Wendelsteiner Spieler lenkte. Dieser warf zwar den Ball ins Sechziger Tor, doch war die Hupe bereits ertönt und die Weißenburger Handballer hatten sich zwei wichtige Punkte erkämpft.
Um die Nerven zu schonen ist am Wochenende spielfrei. Bei der Weihnachtsfeier werden dann sicherlich andere Organe beansprucht, einen Bericht darüber wird es aber mit Sicherheit nicht geben.

Spielverlauf: 0:1, 2:4, 5:5, 10:6, 11:10, 13:13, 16:15 Halbzeit – 17:20, 21:20, 21:23, 25:25, 27:28 Ende
Strafwürfe: TSV Wendelstein II 2/1; TSV Weißenburg 8/3
Strafzeiten: TSV Wendelstein 6 Minuten; TSV Weißenburg 6 Minuten

Für den TSV 1860 Weißenburg spielten:
Jakob Weber, Jascha Flisar (beide Tor); Sebastian Rudat 9/3, Adrian Morgenroth 1, Moritz Ortner 1, Benedikt Sommerer 1, Moritz Meyer 3, Daniel Wokon 5, Michael Brunnenmeier, Florian Beierlein 3, Simon Brunnenmeier 5 und Aaron Gooßen.