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Herren24 01 26

Das Spiel der Handballherren beim Tabellennachbarn des TSV Altenberg war das nächste Highlight nach dem Handballevent am Freitagabend in der Seeweiherhalle, als der Bundesligist HC Erlangen sein Testspiel gegen den tschechischen Spitzenklub Talent Pilsen absolvierte. Tatsächlich hatten sich die Jungs von Trainerin Sigrid Rudat jedoch wenig bei den Erlangener Handballern angeschaut, die ihr Spiel deutlich gewannen. Vielmehr diente eher die Deutsche Nationalmannschaft als Vorbild, die bei ihrem Hauptrundensieg gegen Norwegen ähnlich performten, wie einen Tag später die TSV-Handballer.


Zwölf Spieler auf dem Spielbericht bedeutete, dass alle fitten Spieler mitgekommen waren und man dem Bezirksoberligaabsteiger mit ausreichend Wechselalternativen entgegentreten konnte. Die erste Halbzeit lief dann wie eine 1:1 Kopie des Deutschlandspiels am Samstagabend ab: Man war eigentlich auf dem Feld überlegen, brachte aber aufgrund vieler technischer Fehler diese Überlegenheit nicht auf die Anzeigetafel. Wie Andreas Wolff bei der Nationalmannschaft, lediglich etwa 50 cm kleiner – sorgte TSV-Keeper Alexander Symader mit zahlreichen Paraden dafür, dass das zerfahrene Spiel der Sechziger nicht zu einem großen Rückstand führte. So wogte die Partie hin und her, mehr als zwei Tore ging keine Mannschaft in diesem Abschnitt in Führung. Mit der Pausensirene erzielten die Gastgeber den 15:15-Ausgleich, so dass die zweite Hälfte praktisch bei Null startete. So war es klar, dass, wenn die Sechziger weiterhin eine gute Abwehr stellen und die Fehler minimieren könnte, man an diesem Nachmittag als Sieger in die Römerstadt zurückkehren würde.
Konnten die heimischen Altenberger zunächst jeweils mit einem Treffer in Front gehen, war es ab der 36. Minute Sebastian Rudat, der mit einer Reihe von Toren den Umschwung einläutete. Weißenburg hatte in dieser Phase keine Probleme mit der offensiven Deckung der Gastgeber, vielmehr luden sie damit zum Torewerfen ein. Das Ganze wurde den Sechzigern dann sogar recht einfach gemacht; Sebastian Rudat reichte beispielsweise eine Bewegung, um den gleichen Gegenspieler fünfmal in Folge auszuwackeln. Dieser Zwischenspurt von 18:18 zu einem 24:29 in der Mitte der Halbzeit reichte bereits, um das Spiel einzutüten. Näher als auf drei Treffer (26:29 und 27:30) kam der TSV Altenberg nicht mehr heran, woran auch weiterhin Alexander Symader im Weißenburger Tor seinen Anteil hatte.
Einen wichtigen Beitrag lieferte auch Benedikt Sommerer zum Sieg. Dies leider zum vorerst letzten Mal, verlässt er nämlich das kalte Mittelfranken, um ein Auslandssemester in Australien zu absolvieren. Vielleicht verbessert er bei den Kängurus seine Sprungkraft und kommt noch stärker zurück.
Die Sechziger sind dank des 29:34 Auswärtssieges nun Tabellenfünfter der Bezirksliga und können mit nunmehr 15:9 Punkten ganz entspannt auf die nächsten Wochen schauen. Weiter geht es am 1. Februar mit einem Heimspiel gegen den Tabellenführer vom Tuspo Nürnberg. Anwurf in der Landkreishalle ist um 17:00 Uhr.

Spielverlauf: 1:0, 2:2, 3:5, 7:7, 9:7, 12:12, 15:15 Halbzeit – 17:16, 19:20, 22:25, 24:27, 26:30, 27:32, 29:34 Ende

Strafwürfe: TSV Altenberg 5/5; TSV Weißenburg 1/1

Strafzeiten: TSV Altenberg 4 Minuten; TSV Weißenburg 12 Minuten

Für den TSV 1860 Weißenburg spielten:
Jakob Weber, Alexander Symader (beide Tor); Sebastian Rudat 10/1, Moritz Ortner 2, Markus Hellmich, Adrian Morgenroth, Benedikt Sommerer 5, Moritz Meyer 5, Daniel Wokon 5, Tim Lukas 2, Michael Brunnenmeier 2 und Florian Beierlein 3.