Acht Spiele der Rückrunde der Bezirksliga Mittelfranken sind gespielt und mit dem 34:28-Sieg gegen Wendelstein am Sonntagnachmittag fuhren die Handballherren den siebten Erfolg ein. In der Römerstadt bedauert man, dass die Saison in drei Wochen bereits zu Ende geht, zu gerne hätte man den Schwung beibehalten. Gegen den BOL-Reservisten des TSV Wendelstein, sozusagen Spitzenreiter der zweiten Tabellenhälfte, kamen die Jungs von Trainerin Sigrid Rudat nur ganz schwer in die Partie. Zunächst vereitelte der Schlussmann der Gäste mehrere gute Einwurfmöglichkeiten, später waren dann Abspielfehler oder zu kompliziert gedachte Aktionen, die mehrere Ballverluste auf Seiten der Sechziger verursachten.
Auch in der Defensive war man nicht ganz so stabil wie in der Vorwoche und nur wenige Torchancen der Gäste blieben ungenutzt. Bis zur 20. Spielminute dauerte es, bis sich die Weißenburger Werfer sammelten und langsam zurück in die Partie fanden. Vorne wurde konsequenter abgeschlossen und hinten agierten Abwehr und Torhüter – Jascha Flisar hatte von Tobias Meierhuber übernommen – besser, was zur Folge hatte, dass die Sechziger den bis dahin angezeigten Rückstand ausgleichen und hauchdünn in Führung gehen konnten. Bis zur Pause blieb es ein ganz enges Spiel und knapp war dann auch der Halbzeitstand, 16:15 für Weißenburg.
Im zweiten Durchgang zeigten sich die Hausherren dann deutlichverbessert und übernahmen die Kontrolle des Spiels, ohne sich wirklich absetzen zu können. Bis zur Halbzeitmitte blieb es bei maximal zwei Toren Vorsprung, Wendelstein hatte zwischenzeitlich sogar ausgeglichen. Es war allerdings nur eine Frage der Zeit, so schien es, bis die Sechziger endlich mal eine etwas beruhigende Drei-Tore-Führung erzielen sollten. Während es bis dahin zumeist Simon Brunnenmeier und Sebastian Rudat waren, die mit technisch anspruchsvollen Einzelaktionen zum Erfolg kamen, war es dann Moritz Meyer, der mit einer seiner kraftvollen Durchbrüche erstmals auf drei Tore Plus (26:23, 46. Minute) stellen konnte und am Ende – wiedermal – auf starke 8 Tore kam. Das Polster nutzen die Sechziger, um daraus smart und konsequent zu Spielen und den Vorsprung zu verwalten. Markus Hellmich, fehlerfrei vom Siebenmeterstrich, und Sebastian Rudat sorgten dafür, dass es nicht mehr eng wurde. Im Gegenteil, mit vier Treffern in Folge bauten die Weißenburger den Vorsprung weiter aus und bezwangen am Ende den TSV Wendelstein II mit 34:28. Das Ergebnis war sicherlich etwas zu hoch, es sorgt jedoch dafür, dass die Sechziger nun auf dem dritten Tabellenplatz logieren. Nach einem spielfreien Wochenende geht es nach Stadeln zum Tabellennachbarn. Ob die starke Rückrundenserie dort weitergeführt werden kann wird sich zeigen.
Spielverlauf: 1:0, 1:2, 3:5, 6:8, 8:10, 11:11, 14:13, 16:15 Halbzeit – 17:15, 20:18, 23:23, 29:25, 32:27, 34:28 Ende
Strafwürfe: TSV Weißenburg 6/5; TSV Wendelstein II 5/5
Strafzeiten: TSV Weißenburg 8 Minuten; TSV Wendelstein II 8 Minuten
Für den TSV 1860 Weißenburg spielten:
Tobias Meierhuber, Jascha Flisar (beide Tor); Moritz Ortner 1, Sebastian Rudat 6, Daniel Wokon 2, Markus Hellmich 5/5, Adrian Morgenroth, Simon Brunnenmeier 6, Moritz Meyer 8, Adrian Gooßen, Michael Brunnenmeier 2, Florian Beierlein 2, Mario Rausch 1 und Simon Heger 1.

