Wie zuletzt könnte der Bericht des Spieles vom Wochenende mit einer langen Aufzählung, wie viele Aktive Trainerin Sigrid Rudat nicht zur Verfügung standen, beginnen. Dieses Mal hätte man eine komplette, durchaus konkurrenzfähige Mannschaft aus den verletzten, kranken und verhinderten Handballern auf´s Parkett schicken können. Doch soll an dieser Stelle nicht gejammert werden, denn dank des mittlerweile gut integrierten Nachwuchses fanden sich immerhin zehn einsatzfähige junge Männer, die dem Aufsteiger vom TSV 46 Nürnberg entgegentraten. Zu Beginn ruckelte es noch etwas in der Defensive, schließlich hatte diese Formation bislang noch nicht miteinander agiert. Dennoch gelang es, gestützt von guter Torhüterleistung, recht schnell die Kontrolle über das Spiel zu erlangen.
Technische Fehler beim Gast führten zu Recht einfachen Toren der Sechziger, so dass Mitte der ersten Hälfte eine 13:7 Führung herausgespielt und geworfen wurde. Vor allem das Zusammenspiel von Michi Brunnenmeier und Moritz Meyer im Rückraum funktionierte hervorragend, so dass Meyer am Ende mit zehn Treffern zum besten Werfer der Sechziger avancierte. Auch im Eins-gegen-Eins ergaben sich immer wieder Chancen, die vor allem durch Basti Rudat gut genutzt wurden und zu einem 18:12 Vorsprung zur Pause führten.
In der zweiten Hälfte bekam Rudat dann eine Manndeckung verpasst, die zwar dessen Aktionsradius einschränkte, den übrigen Spielern aber mehr Platz bescherte. Brunnenmeier, Meyer und Daniel Wokon, der bereits in den ersten 30 Minuten starke Leistung zeigte, nutzen diesen und hielten den Vorsprung stets bei fünf bis sechs Toren. Dass es am Ende etwas enger – jedoch nie gefährlich –wurde, mag an den schwindenden Kräften der Weißenburger gegen voll besetzte Nürnberger gelegen haben. Ein paar Fehler sowie vergebene Torchancen führten zwar zu einer Ergebniskorrektur aus Gästesicht, sollte aber am Ausgang des Spieles nichts mehr ändern. Mit 31:28 gewannen die Sechziger ihr Heimspiel und zeigten eine lobenswerte Geschlossenheit, in der die jungen Nachwuchshandballer lobend herausgehoben werden sollen und dürfen.
Am kommenden Sonntag geht es dann nach Nürnberg zum HBC, deren dritte Mannschaft mit jungen Talenten aufwartet. Anwurf ist um 14:00 Uhr.
Spielverlauf: 1:0, 3:3, 6:4, 10:6, 13:7, 15:9, 18:12 Halbzeit – 20:15, 23:17, 26:20, 29:24, 31:28 Ende
Strafwürfe: TSV Weißenburg 7/6; TSV 1846 Nürnberg 2/2
Strafzeiten: TSV Weißenburg 4 Minuten; TSV 1846 Nürnberg 6 Minuten
TSV 1860 Weißenburg: Jakob Weber, Jascha Flisar (beide Tor); Sebastian Rudat 9/4, Tim Lukas 1, Andreas Moj 2, Moritz Ortner, Moritz Meyer 10/2, Daniel Wokon 5, Simon Heger 2 und Michael Brunnenmeier 2.
