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Auswärtsniederlage beim HBC Nürnberg: Man gewöhnt sich an alles, auch an Fußpilz und so fuhren die Weißenburger Handballer erneut mit kleinem Kader nach Nürnberg zum dortigen HBC. Lamentieren bringt eben nichts und elf Mann sind immer noch besser als zehn. Nächstes Wochenende ist spielfrei im Kalender vermerkt, vielleicht hilft das, die Personalprobleme etwas abzumildern. Der Gegner, die dritte Mannschaft des HBC, stellt immer wieder eine handballerische Wundertüte dar. Eine hohe Fluktuation in der Aufstellung lässt die Mannschaft schwer einschätzbar sein. Ganze sechs Spieler, die auch in der Vorwoche am Ball waren, waren auf dem Spielbericht vermerkt, der Rest bestand aus neuem Personal, wobei die Topscorer natürlich an Bord waren.


Die Sechziger taten sich in der Herriedener Halle ungemein schwer, ins Spiel zu kommen. Dabei hatte man die erste Chance des Spiels, als Andreas Moj einen Strafwurf herausholte, der dann jedoch vergeben wurde. Besser machten es die Hausherren, die ihren ersten Angriff per Siebenmeter verwandelten. In den folgenden 15 Minuten lieferten die Weißenburger Handballer eine katastrophale Leistung ab. Abspielfehler, technische Unsauberkeiten und zuletzt ein hervorragender HBC-Keeper sorgten für einen 1:11-Lauf, der auch durch eine Auszeit von Sigrid Rudat nicht gestoppt werden konnte. Die Schwächephase führte zu einem 2:12-Rückstand nach 18 Minuten, ein Desaster bahnte sich an. Endlich fanden die Sechziger in die Partie und agierten im Angriff sehr viel zielstrebiger und konzentrierter. Drei Meyer-Tore binnen zwei Minuten läuteten eine gute Phase des TSVs ein, an deren Ende man sich tatsächlich auf 13:16 herankämpfen konnte. Dass man lediglich mit 13:17 in die Pause ging war nach der ersten Viertelstunde nicht zu erwarten gewesen. Es war beruhigend zu sehen, dass an diesem Nachmittag doch noch etwas Resilienz in der Truppe steckte.

Herren 26 10 25 2Der Kampf zurück ins Spiel hatte allerdings Kraft gekostet und man nahm sich vor, weiter geduldig zu spielen und kompakt zu stehen. Das Gegenteil war jedoch erneut der Fall und durch eine sehr löcherige Abwehr und einige Fehlwürfe baute man den Gegner erneut auf, der sich diesmal nicht mehr die Butter vom Brot nehmen ließ. Binnen zehn Minuten hatte der HBC einen erneut deutlichen Vorsprung erworfen, 25:17 hieß es nach 40 Minuten. Während sich die Sechziger im Angriff bemühten und in der Nürnberger Abwehr samt Torhüter zu oft ihren Meister fanden, gelang dem Gastgeber fast alles und nahezu jeder Wurfversuch fand sein Ziel in den Maschen des TSV. Trotz zweier Tore durch Geburtstagskind Michael Brunnenmeier und Topscorer Moritz Meyer in der letzten Minute blieb es am Ende bei einer sehr deutlichen und verdienten 27:38-Niederlage beim HBC. Dass danach noch die Duschräume gesperrt waren – geschenkt. Die kalte Dusche hatte es ja bereits in den sechzig Minuten zuvor gegeben.
Am Wochenende ist spielfrei, weiter geht es am 9. November um 17:00 Uhr in der Seeweiherhalle, Gegner ist die TuS Feuchtwangen.

Spielverlauf: 3:0, 8:1, 12:2, 13:6, 14:9, 17:13 Halbzeit – 22:15, 25:17, 29:20, 35:24, 38:27 Ende

Strafwürfe: HBC Nürnberg III 3/3; TSV Weißenburg 0/2

Strafzeiten: HBC Nürnberg III 4 Minuten; TSV Weißenburg 4 Minuten

TSV 1860 Weißenburg: Jakob Weber, Jascha Flisar (beide Tor); Moritz Ortner 3, Sebastian Rudat 4, Adrian Morgenroth, Tim Lukas 1, Andreas Moj 2, Jakob Winkler 5, Moritz Meyer 10, Simon Heger 1 und Michael Brunnenmeier 1.