
Nur 11 Weißenburger Spieler hatten den weiten Weg zum Tabellenführer Weisendorf angetreten, davon hatten vier Spieler bereits am Vortag ein Spiel bestreiten müssen. Denkbar ungünstige Voraussetzungen - wieder einmal - für Fabian Häßler und seine Jungs. Dennoch konnte man die erste Hälfte ausgeglichen gestalten, zwei Hereingaben fanden leider keinen Abnehmer in der Mitte.
Der Tabellenführer hatte die besseren Chancen, bei einem schnell ausgeführten Konter in der 16. Minute ging der Abschluss knapp drüber und kurz vor der Halbzeit war nach einem Abwehrfehler Maximilian Seltmann im Weißenburger Tor hellwach. So ging es torlos in die Pause.
Die Anfangsphase der zweiten Hälfte gehörte dann dem Gast, nach einer guten Kopfballchance in der 37. Minute, spielte sich Benedikt Fina eine Minute später allein durch drei Weisendorfer Abwehrspieler, der vierte wusste sich dann nur noch durch ein Foul zu helfen. So gab es Elfmeter für den Außenseiter. Lian Bajramaj ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte trocken ins linke Eck. Und auch fünf Minuten später hatte der Favorit Glück, als eine Marth-Flanke den drei Meter vor dem Tor freistehenden Fina fand. Sein Kopfball hatte jedoch nicht genug Druck. Der Gastgeber versuchte es jetzt vornehmlich über lange, hohe Bälle auf die pfeilschnellen Spitzen und stellte Weißenburg damit durchaus vor Probleme. Konnte Seltmann im Weißenburger Kasten einen starken Weisendorfer Schuss in der 48. Minute noch klasse entschärfen, musste in der 55. Minute nach Freistoß in aussichtsreicher Position die Latte für den TSV 1860 retten. Zwölf Minuten vor Schluss glich der Tabellenführer dann jedoch nach einer Fehlerkette in der Weißenburger Abwehr aus. Eine Flanke über die rechte Abwehrseite wurde nicht unterbunden, ebenso wenig wie die anschließende Kopfballvorlage und in der Mitte war niemand beim Torschützen, der keine Mühe hatte, aus drei Metern zu vollstrecken. Noch schlimmer aus Weißenburger Sicht lief es dann fünf Minuten vor Schluss - erneut ein langer, hoher Ball - weder Abwehr noch Torwart fühlten sich so recht für die Klärung zuständig und der Weisendorfer Stürmer musste nur noch Danke sagen. Der Gastgeber, die letzten Minuten nach einer Zeitstrafe nur noch zu zehnt, spielten die Partie dennoch sicher zu Ende.
Damit stand man, wie so oft in den letzten Wochen, wieder mit leeren Händen da. Allerdings ruft man trotz der Personalmisere jede Woche ansprechende Leistungen ab - lediglich der Lohn für die harte Arbeit fehlt derzeit. Am kommenden Freitag (4.4.) um18:30 Uhr wird man es gegen den Tabellennachbarn Altenberg erneut versuchen. Man hofft, dass die zuletzt verhinderten Spieler dann teilweise wieder zum Kader stoßen und die Belastung der Spieler wieder etwas reduziert werden kann.
