
Mit vier Ausfällen im Kader musste Trainer Häßler das BOL-Nachholspiel gegen den Tabellenzweiten Erlangen Bruck bestreiten. Zudem konnte der erkrankte Stammverteidiger Baran Tolu nur auf der Bank Platz nehmen. Die Weißenburger Rumpf-Elf, verstärkt durch U14-Verteidiger Hannes Winkler, hatte bereits nach drei Minuten die erste gute Chance. Milan Werner kam auf der rechten Außenseite vier Meter vor dem Tor zum Abschluss, verzog jedoch knapp.
In der 6.Minute hatte der Gast dann einen Eckball - bereits in den Vorbereitungsspielen eine große Schwäche der Weißenburger Hintermannschaft - und prompt zappelte der Ball zum 0:1 im Netz. Drei Minuten später setzte sich Lian Bajramaj schön über die linke Außenbahn durch, seine Flanke senkte sich über den überraschten Brucker Keeper an den langen Pfosten und Emil Ramic stand goldrichtig für den Abstauber zum 1:1-Ausgleich. In der 16.Minute dann Glück für Weißenburg als ein Gäste-Fernschuss an die Latte ging.
In der Folge tat sich das Heimteam schwer, man merkte doch deutlich die ungewohnte Formation. Dass dann in der 24.Minute dann auch noch Thomas Andres, vom Gegenspieler bedrängt, unglücklich umknickte und nicht mehr weiterspielen konnte, half dabei überhaupt nicht weiter. Der eigentlich kranke Tolu musste nun also doch spielen. In der 30.Minute hatte Erlangen die Riesenchance zur Führung noch vergeben, unmittelbar danach ertönte jedoch der Elfmeterpfiff. Diese Chance ließen sich die Gäste nicht nehmen und erzielten den 1:2-Pausenstand.
In der zweiten Hälfte erhöhte Bruck nach 44 Minuten auf 1:3 und man musste nun befürchten, dass die Heimelf unter die Räder geraten könnte. Aber der aus der Abwehr auf die linke Außenbahn gezogene Hannes Trelka hatte etwas dagegen. Quasi im Alleingang besorgte er in Minute 46 mit überragendem Solo den Anschlusstreffer und acht Minuten später überlief er erneut die komplette Abwehr der Gäste und bediente Emil Ramic mustergültig zum 3:3-Ausgleich.
Leider kam es in der Folge zu zwei spielentscheidenden Situationen, welche die Weißenburger Aufholjagd zunichte machten. Zuerst hatte man einen Blackout in der Abwehr mit einem vollkommen missglücktem Freistoß am eigenen Strafraum, den der Gegner direkt erobern konnte und die erneute Führung markierte. Unmittelbar darauf sorgte ein brutales Foul am bis dahin überragenden Trelka dann für Entsetzen bei den Zuschauern.
Er musste verletzt vom Feld, die fällige rote Karte blieb zum absoluten Unverständnis der Heimelf jedoch stecken - der ansonsten gut leitende Schiedsrichter Westinger hatte in der unübersichtlichen Situation das Foul schlicht übersehen. Sichtlich geschockt konnte die Häßler-Elf das Ruder nun nicht mehr herumreißen, unmittelbar vor Spielende führte ein Erlanger Konter zum 3:5-Endstand. Ein mehr als unglücklicher Start nach der Winterpause für die U15.
Schwerer als die Niederlage wiegen die nun verletzten Spieler, die den ohnehin engen Kader weiter verdünnen. Das nächste schwere Spiel hat man bereits am nächsten Wochenende in Nürnberg Mögeldorf beim aktuellen Tabellendritten, Anstoß ist dort am Samstag 12:00 Uhr.
