Fast schon gewohnheitsmäßig musste der Weißenburger Coach Häßler auf einige Stammspieler verzichten, so war man - trotz des klaren 4:0-Hinspielsiegs - gegen den Tabellenzweiten SC 04 Schwabach nur Außenseiter. Bereits mit dem ersten Gästeangriff brannte es lichterloh in der TSV1860-Abwehr. Torhüter Seltmann war jedoch auf dem Posten. Drei Minuten später dann das erste Lebenszeichen der Gastgeber, Paul Werner setzte sich prima über rechts durch - seine Hereingabe fand jedoch keinen Abnehmer.
Unmittelbar darauf hatte Damian Buchner eine 100%-Chance - ganz allein auf dem Weg zum Tor schoss er jedoch den Schwabacher Keeper Gawron an. Emil Ramics Kopfball nach Flanke von Thomas Andres ging direkt im Anschluss knapp drüber. Effizienter zeigten sich die Gäste - eine Flanke über die linke Angriffsseite konnte nicht unterbunden werden, Christopher Marths Klärungsversuch fiel dem Schwabacher Solukoglu direkt vor die Füße zum glücklichen 0:1. Weißenburg antwortete nach 22. Minuten. Einen hohen Freistoß von Hannes Trelka verwertete Thomas Andres aus dem Gewühl heraus. Vor der Pause dann noch zwei riesige TSV1860-Chancen, die Ramic nicht nutzte. Zuerst kam er aus 10 Metern nach Werner-Vorarbeit aus zentraler Position frei zum Schuss. Dieser landete allerdings unplatziert in der Tormitte und war deshalb keine Gefahr für Gawron. Die zweite Chance dann nach Ecke auf den zweiten Pfosten. Ramic schoss aus zwei Metern freistehend erneut Gawron an. Der Favorit rettete sich also mit einem schmeichelhaften 1:1 in die Pause. Auf Weißenburger Seite ärgerte man sich über die Vielzahl nicht genutzter Möglichkeiten.
Und genau wie befürchtet, nutzte Schwabach in der zweiten Halbzeit seine wenigen Chancen. Fünf Minuten nach Wiederanpfiff verlor Trelka in der Vorwärtsbewegung den Ball - die Gäste konterten clever und schlossen durch Span sicher zur erneuten Führung ab. Noch schlimmer aus Sicht der Gastgeber dann die 45. Minute, als man Innenverteidiger Richter von der Mittellinie bis kurz vor den Strafraum nicht angriff und dessen Sonntagsschuss aus 20 Metern unhaltbar für Seltmann zum 1:3 einschlug. Hoffnung keimte dann noch einmal auf, als Christopher Marth knapp vor dem Strafraum gefoult wurde und Hannes Trelka den fälligen Freistoß sehenswert verwandelte. Weißenburg versuchte noch einmal alles für den Punktgewinn und Schwabach konnte nur noch mit überharter Spielweise gegenhalten. Schiedsrichter Körner musste im Spiel zwei Zeitstrafen gegen den Gast aussprechen - eine rotwürdige Aktion nach brutalem Foul von Heckel bewertete er jedoch nur mit Gelb. Drei Minuten vor Schluss war Schwabach erneut effizient - einen Aufsetzer-Freistoß konnte Seltmann in höchster Not noch zur Seite abwehren, beim Nachsetzen durch Kalb war er letztendlich dann doch machtlos. So jubelte am Ende das effizientere Team, Weißenburg haderte mit seiner Chancenverwertung vor allem in der ersten Halbzeit.
Die volle Konzentration liegt jetzt jedoch auf dem Bezirkspokal-Viertelfinale am kommenden Mittwoch (14.05.25): Erwartet wird mit der SpVgg Mögeldorf eine bekannte Mannschaft, Anstoß ist um 18:30 Uhr im heimischen DOTLUX-Fussballpark.

