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Unser TSV 1860 scheiterte beim Landesentscheid in Erlangen am späteren Bayerischen Meister SC Ebersdorf. Das erhoffte und angestrebte Halbfinale hat der TSV 1860 Weißenburg bei der 42. Bayerischen Hallenfußball-Meisterschaft knapp verpasst: Letztlich musste das Team von Trainer Marco Fabritius dem punktgleichen SC Sylvia Ebersdorf den zweiten Halbfinalplatz in der Gruppe A überlassen. Weißenburg schied vorzeitig aus, Ebersdorf holte im weiteren Turnierverlauf den Titel und wurde erstmals Bayerischer Meister. Eine Woche nach dem Sieg bei der Mittelfränkischen Bezirksmeisterschaft in Treuchtlingen ging es nun am Samstag nach Erlangen zum Landesfinale vor rund 700 Zuschauern in der Gerd-Lohwasser-Halle. „Wir sind dort super gestartet“, sagte TSV-Coach Fabritius zum Turnierbeginn.

Gegen den hoch eingeschätzten Kreisligisten FC Türk Sport Garching verbuchte der Landesligist zum Auftakt ein 0:0. Die Garchinger traten als amtierender Oberbayern-Meister mit einigen Topleuten wie etwa dem früheren türkischen Nationalspieler Tarik Camdal an. Das zweite Spiel gewann der TSV 1860 nach Toren von Dragan Lazarevic und Anoirdin Amidou mit 2:0 gegen den Bezirksligisten TuS Pfarrkirchen (Meister Niederbayern).
Ein Remis hätte gereicht
Im dritten Gruppenspiel hätte den Weißenburgern bereits ein Unentschieden gegen den SC Sylvia Ebersdorf zum Einzug ins Halbfinale gereicht. „Wir haben gut begonnen und hätten uns mit dem 1:0 belohnen können“, stellte Trainer Fabritius fest. Stattdessen habe man dann auf ärgerliche Weise das 0:1 in der sechsten Spielminute bekommen. Der TSV 1860 musste folglich mehr für die Offensive tun. Die Lücken, die sich dadurch zwangsläufig in der Defensive auftaten, nutzte der Oberfranken-Meister eiskalt für weitere Treffer zum 4:0-Sieg.
Es war letztlich die einzige Niederlage, welche die Weißenburger in der gesamten offiziellen Hallenrunde des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) innerhalb der regulären Spielzeit hinnehmen mussten. Und sie bedeutete zugleich das „Aus“ beim Landesfinale um den „Lotto-Bayern-Hallencup“, was aus Sicht von Fabritius und Co ziemlich bitter war. Den Gruppensieg holte sich Garching mit fünf Punkten vor Ebersdorf und Weißenburg (je vier) sowie Pfarrkirchen (zwei). Letztlich entschied der direkte Vergleich für Ebersdorf.
Dass der TSV 1860 in Erlangen offenbar die stärkere Gruppe erwischt hatte, sollten die weiteren Spiele zeigen. Im Halbfinale setzten sich nämlich Garching und Ebersdorf durch und zogen ins Finale ein. Garching gewann mit 3:2 gegen den Zweiten der Gruppe B, den SV Schwarzhofen (Bezirksliga, Meister Oberpfalz); Ebersdorf siegte mit 1:0 gegen den Ersten der Gruppe B, den Landesligisten ASV Rimpar (Unterfranken).
Das Finale entschied dann der SC Sylvia Ebersdorf (bei Coburg) mit 2:0 für sich und holte den Bayern-Titel damit nach Oberfranken. Einer der Torschützen im Endspiel war Paul Pleiner, der auch gegen Weißenburg zweimal getroffen hatte und mit insgesamt drei Treffern als Torschützenkönig ausgezeichnet wurde. Ebersdorf konnte neben dem Siegerpokal auch ein Preisgeld von 1500 Euro entgegennehmen.
Für den TSV 1860 Weißenburg blieb immerhin ein Scheck über 500 Euro für den sechsten Platz in der Endabrechnung. Das ist die gleiche Platzierung, welche die Weißenburger bei ihrer ersten Qualifikation für die „Bayerische“ im Jahr 2014 erreicht hatten. Damals waren unter anderem Torhüter Jonas Herter und Feldspieler Michael Böhm dabei, die nun auch 2026 wieder zum Team gehörten.
Klar wäre man gerne ins Halbfinale gekommen, räumte Trainer Marco Fabritius ein. „Nichtsdestotrotz ist es für uns ein Super-Ereignis gewesen.“ Für alle TSVler war es ein außergewöhnlicher Erfolg unter den besten acht Mannschaften Bayerns mitzumischen und zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte bei der Bayerischen Meisterschaft dabei zu sein. Zum „großen Team-Event“ trug auch die gemeinsame Busfahrt bei, die von der Sparkasse Mittelfranken Süd unterstützt wurde und wofür sich die Fußball-Abteilung ausdrücklich bedankte.

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Mit Ausnahme der Stadtmeisterschaft (Platz sieben) war es eine überaus erfolgreiche Hallensaison des TSV 1860, der das Selbstvertrauen und die Energie nun auch mit aufs Feld und in den Abstiegskampf der Landesliga Nordost mitnehmen will. Die Vorbereitung ist vorigen Montag angelaufen. Einen Tag nach dem Landesfinale stand bereits das erste Testspiel auf dem Programm, das am Sonntagnachmittag beim Regionalligisten VfB Eichstätt knapp mit 1:2 verloren ging.

TSV 1860 Weißenburg: Jonas Herter (Torwart), Michael Böhm, Bastian Kehrstephan, Alper Kayis, Noah Schneider (Kapitän), Philipp Meier, Yannik Krach, Dragan Lazarevis (1 Treffer), Kamalou Tchagouni, Anoirdin Amidou (1), Fabian Häßler, Alexander Morgenroth, Ermal Sahitaj; Trainer: Marco Fabritius.