Unser TSV 1860 ist mit einem 4:2-Sieg gegen den SC Feucht ins neue Punktspieljahr gestartet: Das war ein Weißenburger Auftakt nach Maß: Zur Freude seines neuen Trainertrios Christian Leibhard, Tim Lotter und Lukas Siol hat der TSV 1860 das erste Punktspiel im neuen Jahr gewonnen. Den Grundstein zum 4:2 (4:0)-Heimsieg gegen den SC Feucht hatten die „Sechziger“ in starken ersten 45 Minuten gelegt. Die erste Chance gehörte aber dem Sportclub, als Nico Schlund nach einer Ecke nur knapp vorbeiköpfte. Doch diesen Weckruf hatten die Hausherren wohl gebraucht. Im Gegenzug vergab zwar Marlon Schissler noch alleine vor SC-Schlussmann Christos Iosifidis. Doch der schnelle Flügelspieler sollte in der Folge noch des Öfteren im Blickpunkt stehen, auf der linken Außenbahn war er von den Gästen kaum zu halten. So nach elf Minuten, als er Kamalou Tchagouni im Zentrum bediente, der zu seinem ersten Punktspieltor im TSV-Trikot traf.
Fünf Minuten später legte er schon sein zweites nach, ein wohl berechtigter Abseitspfiff verhinderte aber, dass es in die Statistik einging. Und so blieb es nach 26 Minuten Dragan Lazarevic vorbehalten, auf 2:0 zu erhöhen. Feucht protestierte halbherzig, dass der von der Latte herunter prallende Linksschuss nicht hinter der Linie war, Bilder beweisen aber, dass der Linienrichter mit seiner Entscheidung auf „Tor“ richtig lag.
Den schönsten Treffer in einem aus Weißenburger Sicht starken ersten Durchgang erzielte aber ein Defensivspieler: Eine Lazarevic-Ecke landete punktgenau auf Kniehöhe am kurzen Fünfereck, Philipp Meier verlängerte mit dem Rücken zum Tor stehend mit links über Iosifidis hinweg ins lange Eck – ein „Tor des Monats“ (37.). Und Weißenburg legte unter den Augen von Ex-Trainer Marco Fabritius nach: Nur zwei Minuten später faustete Iosifidis einen Ball direkt vor die Füße von Robin Renner, der schnörkellos zum 4:0 einschoss. Der Halbzeitpfiff erlöste dann die Feuchter und sorgte auch für staunende Gesichter unter den Weißenburger Fans – mit solch einem erfrischenden Auftritt hatte man nun wirklich nicht rechnen können.
Nach Wiederanpfiff spielten die Gastgeber ordentlich weiter und kontrollierten zunächst das Geschehen. Doch irgendwann kamen sie offenbar in den Trott, dass es so weitergehen würde – und Feucht nutzte diese Selbstsicherheit mit einem Doppelpack aus und zwanzig Minuten vor dem Ende stand es „nur“ noch 4:2 aus TSV-Sicht; das Zitttern begann. Allerdings hielt sich dieses Zittern in Grenzen, denn echte Chancen konnten sich die Gäste in der verbleibenden Spielzeit nicht mehr erspielen.
TSV 1860 Weißenburg: Laub, Jäger, Schneider, Meier, Renner (91. Nassam), Lazarevic (80. Leitel, 89. Krach), Tchagouni (70. Morgenroth), Schissler (70. Böhm), Hohe, Schmied, Amidou.
Schiedsrichter: Leon Kanwischer (TSV Zierenberg); Tore: 1:0 Tchagouni (11.), 2:0 Lazarevic (26.), 3:0 Meier (37.), 4:0 Renner (39.), 4:1 Schön (67.), 4:2 Dietz (70.); Zuschauer: 140.
Am Freitag treten die „Sechziger“ um 19 Uhr zum Jura-Duell beim SC 04 Schwabach an, der am Sonntag das Derby beim SV Unterreichenbach vor 700 Zuschauern mit 0:1 verloren hat. Im Kalender der Weißenburger gibt es zudem noch eine Änderung: Der von Anfang an etwas seltsam anmutende Anstoß zum Heimspiel gegen den SVG Steinachgrund wurde nun vom Ostersonntag auf den Karsamstag, 4. April, vorverlegt (16 Uhr).
