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Herren BZM 2026

Unsere TSV60ger holten bei der mittelfränkischen Endrunde in der „Sene“ in Treuchtlingen durch einen 1:0-Sieg im Finale gegen den SC Feucht den Titel und dürfen nun zur Bayerischen Meisterschaft fahren. Trainer Marco Fabritius schwärmte von seiner jungen Truppe, die mit „Maxi“ Laub den besten Torhüter stellte. Es ist eine außergewöhnliche Bilanz: Immer wenn unser TSV 1860 Ausrichter der Hallenfußball-Bezirksmeisterschaft ist, dann steht er auch im Finale. 2006 wurde er dabei in der heimischen Landkreishalle Zweiter, 2014 holte er an gleicher Stätte erstmals den Titel. Und nun bei der Bezirksendrunde 2026 in der Sporthalle der Senefelder-Schule in Treuchtlingen wurden die gastgebenden Weißenburger zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte Mittelfränkischer Meister.


Das Team von Trainer Marco Fabritius und Co-Trainer Tim Lotter hatte sich im Vorfeld eher in der Außenseiterrolle gesehen, ging ohne Druck ins Turnier und legte dann in der „Sene“ vor insgesamt rund 350 Zuschauern einen rundum starken Auftritt hin. Der TSV gewann alle drei Gruppenspiele und setzte sich danach im Halbfinale gegen Vatan Spor Nürnberg ebenso mit 1:0 durch wie im Endspiel gegen den SC Feucht. Der Rest war Jubel und Freude über die Qualifikation zur Bayerischen Meisterschaft, die am kommenden Samstag, 24. Januar, in Erlangen mit den sieben bayerischen Bezirkssiegern und Ausrichter SpVgg Erlangen ausgetragen wird.

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Zur Gruppenphase: „Ich bin einfach nur stolz. Es war brutal, was die Mannschaft heute abgeliefert hat und wie sie gefightet hat“, sagte Fabritius und schwärmte weiter: „Die Jungs haben sich voll reingeschmissen, jeder hat für jeden gearbeitet – auch unsere beiden Neuzugänge Alper Kayis und Bastian Kehrstephan.“ All das war zunächst die Basis für den Sieg des Landesligisten in der Gruppe B der Bezirksendrunde um den „Lotto Bayern Hallencup“. Die Weißenburger gewannen zum Auftakt durch zwei späte Tore von Anoirdin Amidou und Alper Kayis mit 2:0 gegen den Süd-Bezirksligisten FC Wendelstein, gegen den man im Halbfinale auf Kreisebene noch knapp im Sechsmeterschießen verloren hatte.
Anschließend folgten Siege gegen den Landesliga-Konkurrenten Jahn Forchheim (1:0, Tor: Kamalou Tchagouni) und gegen den Nord-Bezirksligisten ASV Vach (2:1, TSV-Tore durch Torhüter Maximilian Laub und Kapitän Dragan Lazarevic). Neun Punkte und 5:1-Tore bedeuteten Platz eins in der Gruppe B. Das zweite Halbfinal-Ticket schnappte sich der FC Wendelstein, der nach der Niederlage gegen Weißenburg die beiden weiteren Partien gewann.
In der Gruppe A machte der Landesligist SC Feucht (sieben Punkte, 7:5-Tore) das Rennen. Platz zwei holte sich Vatan Spor Nürnberg, der im entscheidenden letzten Gruppenspiel den Bayernligisten und Topfavoriten ATSV Erlangen mit 4:3 bezwang. Der ATSV wurde als Titelverteidiger (zuletzt drei Siege in Serie) diesmal nur Gruppenletzter und war aus dem Rennen.

Zu den Halbfinals: Die Titelvergabe war dann eine fast reine Angelegenheit für die Vertreter aus dem Kreis Neumarkt/Jura, nämlich Weißenburg, Feucht und Wendelstein, die am Ende auch die Plätze eins, zwei und drei belegten, worüber sich besonders Kreisspielleiter Markus Hutflesz freute und witzelte: „Nach so einer Bilanz musst du eigentlich zurücktreten“. Als viertes Team mischte Vatan Spor Nürnberg, Meister des Kreises Nürnberg/Frankenhöhe und einziger Kreisligist im Teilnehmerfeld, mit.
Das erste Halbfinale gewann der SC Feucht mit 2:0 gegen den FC Wendelstein und revanchierte sich damit zugleich für die Niederlage beim Kreisfinale sieben Tage zuvor. Das zweite Halbfinale gewann der TSV 1860 Weißenburg mit 1:0 gegen die spielstarke Truppe von Vatan Spor Nürnberg. Das entscheidende Tor erzielte Alexander Morgenroth mit einer starken Aktion in der 13. von 15 Spielminuten.

Zum Finale: Das Endspiel zwar somit zugleich ein Duell der Landesligisten Weißenburg und Feucht (mit dem aus Weißenburg stammenden Darko Lukic). Die Gastgeber gingen durch Anoirdin Amidou früh mit 1:0 in Führung und ließen danach einige gute Chancen liegen. Auf der Gegenseite verteidigten die TSVler äußerst engagiert und hatten in Torhüter Maxi Laub einen starken Rückhalt. Kurz vor Schluss sah der Keeper dann allerdings die Rote Karte, weil er nach einem seiner an diesem Tag häufigeren Ausflüge in die Offensive im Zurücklaufen außerhalb des Strafraums mit der Hand parierte.

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Fabian Häßler ging in den Kasten und hielt ihn in Unterzahl sauber. Vor ihm verteidigten Lazarevic, Tchagouni und Amidou, die bei Kontern die Vorentscheidung verpassten. Mit vereinten Kräften brachte der TSV 1860 das 1:0 über die Zeit und bejubelte den Sieg, den man durchaus historisch nennen darf, denn in über 40 Jahren Hallenfußball in Mittelfranken holten die Weißenburger den Titel erst zum zweiten Mal in den Jura Süden.


Zur Siegerehrung: Bei der Siegerehrung durch Bezirksspielleiter Felix Böck und Dr. Leopold Weckbach von Lotto Bayern konnten Kapitän Lazarevic und seine Teamkollegen am Ende eines sehr fairen Turniers neben Meisterpokal und Urkunde auch einen Scheck über 500 Euro entgegennehmen. Böck dankte vor allem dem Hauptsponsor Lotto Bayern, der die Preise möglich macht, und dem TSV 1860 Weißenburg für die „tolle Ausrichtung“ – auch auf diesem Sektor gab es also Bestnoten für die TSVler. Stellvertretend für das gesamte Helferteam überreichte er Hauptorganisator und Hallensprecher Roland Mayer ein Geschenk.

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Ein Dank ging des Weiteren an Schirmherr und Landrat Manuel Westphal für die Verfügungstellung der Halle und für die Sonderpreise: Zum besten Torhüter des Turniers wurde Weißenburgs Maximilian Laub gewählt, zum besten Spieler Ismail Yüce von Vatan Spor, der sich obendrein die Auszeichnung als bester Torjäger mit Yasien Abu-Baji vom ATSV Erlangen teilte (je vier Treffer) teilte. Der Landrat konnte aus zeitlichen Gründen nicht mehr zur Siegerehrung kommen, war aber zu Begrüßung und Turnierbeginn zu Gast.
Bezirksspielleiter Felix Böck sprach insgesamt von einem „supertollen Turnier, das Werbung für den Futsal war“. Und genau diese Futsal-Variante liegt auch dem TSV 1860 offenbar besser wie der herkömmliche Hallenfußball. Letzterer wurde zum Jahresauftakt bei der Weißenburger Stadtmeisterschaft gespielt, wo der TSV 1860 nur Siebter wurde. „Da haben wir auch dem Druck nicht stand gehalten“, räumte Coach Marco Fabritius ein. Dass die TSVler nun zwei Wochen später die Hallenkrone in Mittelfranken geholt haben, war nach den Worten des Trainers „gut für die Seele“. Der Coach sprach von einem „kleinen Märchen“ und lobte „Leidenschaft, Wille und Mentalität“ seiner Jungs. „Das was wir heute gezeigt haben, müssen wir nun auch im Abstiegskampf in der Landesliga zeigen“, fordert Fabritius, der mit seiner Truppe am 19. Januar die Wintervorbereitung aufnimmt.
Die Besonderheit: Mit dabei beim Trainingsauftakt: Michael Böhm. Der 32-Jährige war beim Titelgewinn auf dem Hallenparkett der Routinier in einer sehr jungen Weißenburger Mannschaft.

Herren BZM 2026 M.Boehm

Und er war auch schon 2014 beim bislang einzigen Sieg auf Bezirksebene am Ball, damals als 20-jähriger Youngster. „Daran merkt man, dass man älter wird“, sagte er schmunzelnd zu dieser besonderen Begebenheit. Normalerweise erlebe man so etwas nur einmal in einer Fußballer-Laufbahn. Aber: „Es ist das gleiche schöne Gefühl“, sagte er nun, als es zum zweiten Mal geklappt hatte. „Man hat heute gesehen, was möglich ist, wenn man als Team agiert“, stellte „Michi‘“ Böhm nach dem Titelgewinn fest und nannte damit zugleich eine sehr gute Devise für die weitere Landesliga-Saison.
Vorher steht aber noch das Großereignis in der Halle auf dem Plan. 2014 ging es zur „Bayerischen“ nach Coburg, diesmal findet das Landesfinale nicht ganz so weit weg in Erlangen statt (Gerd-Lohwasser-Halle). Weil es am Samstag, 24. Januar, ausgetragen wird, muss der TSV 1860 das für diesen Tag geplante Testspiel gegen den VfB Eichstätt verschieben – eine Begleiterscheinung, die man für die Teilnahme am absoluten Highlight Bayerische Meisterschaft aber gerne in Kauf nimmt.

Herren Bezirksmeister 2026

TSV 1860 Weißenburg: Maximilian Laub (Torwart, 1 Treffer), Bastian Kehrstephan, Alper Kayis (1), Ermal Sahitaj, Yannik Krach, Dragan Lazarevic (1), Kamalou Tchagouni (1), Anoirdin Amidou (2), Fabian Häßler, Michael Böhm, Alexander Morgenroth (1).