Die Weißenburger verloren das Nachholspiel beim Tabellendritten FC Eintracht Münchberg klar mit 0:4: Der TSV 1860 Weißenburg tritt in der Fußball-Landesliga Nordost auf der Stelle: Im Nachholspiel beim Tabellendritten FC Eintracht Münchberg kam das Team um Kapitän Noah Schneider mit 0:4 unter die Räder und bleibt in akuter Abstiegsnot. Aktuell ist es weiterhin der 15. Tabellenplatz für die TSVler und damit einer der beiden „Schleudersitze“, die am Saisonende die Abstiegsrelegation bedeuten. Der Rückstand auf den rettenden 14. Rang beträgt für die Weißenburger vier Zähler, sodass es im Endspurt mit nur noch vier Spieltagen sehr schwierig werden dürfte, über den Strich der Abstiegszone zu klettern.
Zuletzt 1:10 Tore: Für Münchberg (57 Punkte) wiederum bedeutete der Heimsieg das endgültige Comeback im Aufstiegsrennen. Der letztjährige Bayernliga-Absteiger ist bis auf einen Zähler am Tabellenzweiten Jahn Forchheim (58) dran. Spitzenreiter Ammerthal (64) hat hingegen schon ein ordentliches Polster auf die Verfolger und hat obendrein noch ein Nachholspiel in der Hinterhand.
Für den TSV 1860 wird die Luft in der Abstiegszone nach der Pleite vom Dienstagabend zunehmend dünner. In Münchberg setzte es die dritte Niederlage in Serie, und das bei 1:10 Toren. Im Nachholspiel bei der Eintracht war es unterm Strich eine verdiente Niederlage für die Weißenburger – auch weil Toptorjäger Lucas Köhler nicht zu stoppen war und mit drei Treffern maßgeblichen Anteil am Sieg der Gastgeber hatte. Gleich zu Beginn hatte zwar Robin Renner eine gute Aktion, wobei FC-Keeper Jonas Lang den Ball aus dem langen Eck fischte (2. Minute). Dann jedoch ging Münchberg in der 13. Minute mit 1:0 in Führung: Lucas Köhler verwandelte einen zweifelhaften Foulelfmeter, nachdem Emre Mal im Zweikampf gegen Anoirdin Amidou im Sechzehner zu Boden gegangen war.
Bei dem Strafstoß war TSV-Schlussmann Maximilian Laub zwar noch dran, aber es reichte nicht ganz. In der 27. Minute klärte Laub dann mit einem Reflex per Fuß, musste kurz darauf aber erneut hinter sich greifen, als Marvin Nöske nach einer Ecke zum 2:0 einköpfte (29.). Auf der Gegenseite scheiterte Alexander Morgenroth am Torwart (33.) und verpasste den Anschlusstreffer. So legte Münchberg kurz vor der Pause zum 3:0 nach, als Lucas Köhler einen Konter nach Weißenburger Ballverlust vollendete (44.).
Insgesamt zeigte das TSV-1860- Team um das Trainertrio Christian Leibhard, Tim Lotter und Lukas Siol im ersten Abschnitt zu viele Schwächen im Defensivverhalten und bereitete die Tore des Tabellendritten fast selber vor. Anders dann der Auftritt nach der Pause. Die Gäste konnten das Spiel lange Zeit ausgeglichen gestalten. Gleich in der 46. Minute hätte Kamalou Tchagouni nochmals für Spannung sorgen können, doch seinen Schuss aus spitzem Winkel partierte Lang. Während die Weißenburger Bemühungen nicht von Erfolg gekrönt waren, wurde Münchberg in der Schlussphase nochmals gefährlicher. Für den 4:0-Endstand sorgte erneut Lucas Köhler, der eine Flanke von Noah Wich in der 78. Minute einköpfte – Saisontreffer Nummer 24 für den Eintracht-Kapitän. Nur Forchheims Patrick Hoffmann (28 Tore) hat in dieser Saison der Landesliga Nordost öfter getroffen.
Die Weißenburger müssen die Niederlage möglichst schnell abhaken. Am Samstag, 25. April, um 15 Uhr wartet bereits die nächste schwere Aufgabe beim Tabellenvierten FSV Erlangen-Bruck, der sich ebenfalls noch Hoffnungen auf Rang zwei machen darf. Für den TSV 1860 ist es das vierte (!) Auswärtsspiel binnen zwei Wochen.
FC Eintracht Münchberg: Lang, Hofmann (46. Vuckov), Jonas Köhler, Lucas Köhler, Nöske (72. Winter), Frank, Mal (63. David Wich), Seifert (72. Kaschel), Richter, Söllner, Bieneck (46. Noah Wich).
TSV 1860 Weißenburg: Laub, Amidou (69. Nassam), Schmied, Hohe, Meier, Schneider (46. Kayis), Leitel, Lazarevic, Renner (46. Tchagouni), Böhm, Morgenroth.
Schiedsrichter: Julian Schäff (SC Maroldsweisach, Gruppe Haßberge); Zuschauer: 120.
Tore: 1:0 Lucas Köhler (13. Minute, Foulelfmeter), 2:0 Marvin Nöske (29.), 3:0 und 4:0 Lucas Köhler (44. und 78.).
