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Im letzten Spiel des Jahres hat unser TSV 1860 seine Sieglos-Serie beendet und mit dem 3:1-Heimerfolg gegen den TSV Windeck Burgebrach drei wichtige Punkte im Abstiegskampf gesammelt. Torhüter Laub parierte einen Elfer: In den letzten acht Spielen hatte die Fabritius-Elf nur drei Punkte durch drei Unentschieden geholt. Nun platzte endlich der Knoten, und das Team um Kapitän Noah Schneider beendete mit einem 3:1-Erfolg gegen den TSV Windeck Burgebrach seine lange Sieglos-Serie. Seit dem 20. September (3:0 gegen Schlusslicht Röslau) hatten die Weißenburger in der Fußball-Landesliga Nordost nicht mehr gewonnen. Der Erfolg kehrte nun just in einem absoluten Schlüsselspiel gegen einen direkten Konkurrenten zurück und sorgte zugleich dafür, dass der TSV 1860 mit einem besseren Gefühl in die Winterpause gehen kann. Die Truppe von Trainer Marco Fabritius muss zwar auf einem der beiden Abstiegsrelegationsplätze überwintern, hat den Anschluss an die davorplatzierten Mannschaften aber wiederhergestellt. Man könnte es auch so formulieren: Mit drei Toren und drei Punkten haben die Weißenburger am ersten Advents-Wochenende gleich drei Kerzen auf einmal angezündet.


„Tiefer A-Platz“
„Unser Matchplan ist aufgegangen, auch wenn es auf dem tiefen A-Platz nicht einfach war“, stellte Fabritius nach dem Heimspiel an der Rezataue fest. Seine Mannschaft begann sehr engagiert: Niklas Schmied zielte jedoch drüber und den Schuss von Alexander Morgenroth faustete Torhüter Jakob Voran zur Seite weg. In der zehnten Minute dann die kalte Dusche: Nico Pinkert scheiterte zunächst aus kurzer Distanz am Weißenburger Keeper Maximilian Laub. Das Leder kam anschließend zu Marcel Kutzelmann, der mit einem Heber zum 0:1 ins verlassene Tor traf.
Im weiteren Verlauf der ersten Hälfte hatten die Hausherren zwar mehr Ballbesitz, doch die klareren Chancen hatten die Gäste aus dem Landkreis Bamberg. Der TSV 1860 hatte viel Glück auf seiner Seite, als Nico Plätzer nur den Pfosten und Philipp Hörnes nur die Latte trafen. Zudem parierte Laub stark gegen Plätzer. Auch Windeck-Keeper Voran – der Beiname Windeck kommt übrigens von einer früheren Burg – konnte sich gegen Robin Renner und Anoirdin Amidou auszeichnen, ehe er dann kurz vor dem Pausenpfiff machtlos war: Noah Schneider lupfte den Ball zu Alexander Morgenroth, der aus kurzer Distanz am Torwart vorbei zum 1:1 einschob – 45. Minute, ein psychologisch wichtiger Zeitpunkt.
War das Remis zur Pause für Weißenburg durchaus glücklich, waren die Gastgeber im zweiten Durchgang besser in der Partie und „spielbestimmend“ (Fabritius). Kamalou Tchagouni scheiterte am Torwart, Morgenroth setzte den Nachschuss vorbei (50.). In der 56. Minute belohnte sich der TSV 1860 dann mit dem Führungstreffer, den erneut Alexander Morgenroth erzielte. Er traf nach einer Schneider-Ecke mit einer schönen Direktabnahme am hinteren Pfosten zum 2:1.
In der 73. Minute legten die Weißenburger nach: Der kurz zuvor eingewechselte Marlon Schissler köpfte mit seiner ersten Ballberührung eine Flanke von Robin Renner zum umjubelten 3:1 ein. „Es freut mich für den Marlon – er kommt rein und macht seine Tore“, sagte Trainer Fabritius über den Stürmer, der vor zwei Wochen ebenfalls als Joker den „Lucky Punch“ zum 1:1 gegen Quelle Fürth gesetzte hatte.
Das 3:1 war zu diesem Zeitpunkt vorentscheidend. Dass es am Ende nicht mehr eng wurde, dafür sorgte Torhüter Maximilian Laub, der in der 81. Minute einen Elfmeter von Kutzelmann (er war auch von Marco Jäger gefoult worden) überragend parierte. „Maxi war heute einmal mehr ein wichtiger Rückhalt für uns, brutal seine Leistung“, lobte der Coach seinen Keeper.
Mit dem Sieg im letzten Spiel des Jahres hat der TSV 1860 seine Lage im Abstiegskampf deutlich verbessert. „Die drei Punkte sind endlich wieder bei uns“, zeigte sich Trainer Marco Fabritius erleichtert. Und weiter: „Man geht natürlich viel lieber mit einem Sieg in die Pause und freut sich dann auch wieder mehr auf die Vorbereitung.“ In der Landesliga geht es am Samstag, 28. Februar, mit dem Auswärtsspiel bei Eintracht Münchberg weiter. Vorher wartet neben der Vorbereitung auch die Hallensaison mit Stadt-, Kreis- und Bezirksmeisterschaft.

TSV 1860 Weißenburg: Laub, Schmied, Jäger, Hohe (47. Sahitaj), Meier, Schneider, Lazarevic, Morgenroth (80. Krach), Amidou (89. Timmerman), Renner (91. Husejnovic), Tchagouni (72. Schissler).
TSV Windeck Burgebrach: Voran, Romaus (87. Distler), Zirkel (85. Hoch), Beyer, Hörnes, Kutzelmann, Schwarm, Pinkert, Ludwig, Jörg (31. Fröhling), Plätzer.
Schiedsrichter: Michael Schmid (SV Stoffen/Lengenfeld).;
Zuschauer: 80; Tore: 0:1 Marcel Kutzelmann (10. Minute), 1:1 und 2:1 Alexander Morgenroth (45. und 56. Minute ), 3:1 Marlon Schissler (73. Minute).