In der Fußball-Landesliga Nordost hat unser TSV 1860 Weißenburg am 32. Spieltag die große Gelegenheit verpasst, die Abstiegsrelegationsplätze zu verlassen, und fiel stattdessen sogar von Position 15 auf 16 zurück: Während Neuendettelsau am Samstag nur Unentschieden in Burg-ebrach spielte und Steinachgrund mangels Personal nicht bei Quelle Fürth antrat, konnte die Weißenburger Mannschaft die Vorlage am späten Sonntagnachmittag nicht nutzen und musste eine bittere 0:1-Niederlage im Heimspiel und Jura-Derby gegen den SV Unterreichenbach hinnehmen. Die erste Hälfte war geprägt von mehreren Verletzungsunterbrechungen. Sowohl Niklas Schmied (TSV) als auch Stefan Brechtelsbauer (SVU) konnten nicht weitermachen und mussten ausgewechselt werden. Die erste Möglichkeit für die Gäste vergab Xaver Distler nach 20 Minuten. Nach einer halben Stunde herrschte große Aufregung: Die Weißenburger reklamierten auf Handspiel von SV-Keeper Luis Brißke außerhalb des Strafraums, als er gegen Kamalou Tchagouni rettete. Doch der Schiedsrichter ließ weiterlaufen. Nach 33 Minuten fiel das 0:1 durch Distler, der nach einem Angriff über rechts ins lange Eck traf. Ein unnötiger Rückstand nach Ballverlust des TSV 1860, der dann durch einen Heber von Robin Renner auf das Tornetz den möglichen Ausgleich verpasste (45.).
Nach der Pause drängten die Gastgeber fast die ganze Zeit auf den Ausgleich. Die besten Gelegenheiten hatten Tchagouni und Renner, die aber jeweils vergaben. Letztlich waren die Aktionen auch nicht zwingend genug. Die hochkarätigen Chancen hatten vielmehr die „Urus“, doch Leo Rötz zielte über das leere Tor und TSV-Keeper Maximilian Laub konnte bei einem Konter gerade noch einen Heber von Distler parieren. Kurz vor dem Spielende wurde dann noch ein Querpass von Weißenburgs Michael Böhm geblockt, der in den Strafraum eingedrungen war.
Wenig später war Schluss und die Weißenburger standen acht Tage nach dem Überraschungssieg beim FSV Erlangen-Bruck mit leeren Händen und einer 0:1-Niederlage da. Das Zittern um den Klassenerhalt geht also nahtlos weiter, weil man „Big Points“ vergeben hat. Nun wartet das nächste Heimspiel auf das Team des Trainertrios Christian Leibhard, Tim Lotter und Lukas Siol, wenn am kommenden Samstag, 9. Mai, um 17 Uhr der SV Lauterhofen an die Rezataue kommt. Lauterhofen steht ebenso wie Vorwärts Röslau als Direktabsteiger fest. An der Spitze ist zudem die Meisterschaft bereits zugunsten der DJK Ammerthal entschieden - die Oberpfälzer haben den direkten Wiederaufstieg in die Bayernliga geschafft. UWE MÜHLING/DIETER SIOL
TSV 1860 Weißenburg: Laub, Amidou (63. Schissler), Schmied (30. Kayis, 46. Krach), Meier, Hohe, Leitel, Schneider, Lazarevic, Renner, Morgenroth (78. Böhm), Tchagouni.
SV Unterreichenbach: Brißke, Hechtel, Klarner, Uluca, Ochs, Distler, Frauenknecht, Stefan Brechtelsbauer (5. Pöperny), Malek, Kurz (84. Rötz), Jeltsch.
Schiedsrichter: Peter Frank (SC Uttenreuth); Zuschauer: 110; Tore: 0:1 Xaver Distler (33.).
